Schlagwort-Archive: Schulworkshops

Von selbst erklärt

Jetzt gibt es hier vom Festspielhaus Baden-Baden einen zusammenfassenden Info-Text und Fotos des Workshops „Meine Musik“ mit Antonin Dvoraks „Amerikanischem Streichquartett“ vom November online. Die Zastrow Foundation legt dabei großen Wert darauf, dass Kinder ihre Gedanken zur Musik selbst erklären. In unserem Konzept haben wir uns darauf konzentriert, dass die Kinder mit Hilfe des Komponisten Dr. Johannes Voit dies nicht mit Worten, sondern durch ihre eigene Musik tun.

Advertisements

Meine Musik

IMG_3302so heißt die Workshopreihe am Festspielhaus Baden-Baden, die ich in den beiden vergangenen Tagen mit einer vierten Klasse rund um das „Amerikanische“ Streichquartett von Antonin Dvorak gestaltet habe. Zusammen mit dem Komponisten und Musikvermittler Johannes Voit und dem Alinde-Streichquartett haben die 23 Kinder nicht nur der Musik gelauscht und sie auf verschiedene Arten kennen- und zu gestalten gelernt. Sie haben auch selbst ein Intro dazu komponiert (die Stichworte dazu links auf dem Foto), dessen Welturaufführung gestern um 16 Uhr bei der Abschlusspräsentation im Orchesterprobensaal des Festspielhauses erklang. Gänsehautfaktor…

Italienische Reise nach Leverkusen

Heute führte mich ein Unterrichtsimpuls für die Kölner Philharmonie an das Freiherr-von-Stein-Gymnasium in Leverkusen. Vorher habe ich noch Bio-Zitronen gekauft, um das „Lied der Mignon“ von Goethe als Apéritif zu Mendelssohns „Italienischer Sinfonie“ schmackhaft zu machen. Das war einigen Schülerinnen dann doch zu sauer, dafür verliefen die folgenden eineinhalb Stunden mitunter auch recht lustig. Ich bin gespannt, wie die Italienreisenden in Sachen Musik aus dem Konzert in der Kölner Philharmonie auch mit den anderen drei Werken zurückkommen. Wie schön, dass bald Osterferien sind…

Aus der Orchestermühle

Angestaubt war das Orchester bei der Eröffnung von „re-rite – Du bist das Orchester!“ im Rahmen der Salzburger Pfingstfestspiele nur aus einem Grund: das Ausstellungsgebäude ist eine ehemalige Getreidemühle. Die Atmosphäre dieses besonderen Baus, einer von wenigen Industrieorten in dieser schönen Stadt, und seine Architektur haben etwas ganz besonderes aus dieser Multimediainstallation gemacht. Hier kommen die Bestandteile des Orchesters, die einzelnen Gruppen und Instrumente, sowohl im Gesamt- als auch im Einzelklang voll zur Geltung. Und wie bei einem guten (Vollkorn-)Mehl gehört eben jeder einzelne Bestandteil dazu.

Die Eröffnung war sozusagen der Höhe- und Abschlusspunkt meiner zwei Wochenin Salzburg, mit insgesamt 30 Workshops in Salzburger Kindergärten und Schulen mit über 500 Kindern und Jugendlichen. Von Dreijährigen an waren alle dabei, die das österreichische Bildungssystem zu bieten hat, darunter auch Gruppen mit Jugendlichen mit zugeschriebener geistiger Behinderung – Inklusion inklusive, sozusagen.

Mehr darüber zu lesen in einem Artikel von DrehPunkt Kultur

Von männlichen Jungfrauen und singenden Zügen

Nun bin ich das zweite Mal innerhalb einer Woche unterwegs in Sachen „re-rite“ und hatte genügend Zeit, die Workshops für die Elbphilharmonie Hamburg Revue passieren zu lassen. Ich muss sagen, bei meiner Arbeit an der Elbe habe ich mein Herz an die Hamburger Jungs verloren – die kamen auf solch wunderbare Gedanken. Wie zum Beispiel, dass der „Tanz der Jungfrauen“ aus „Le sacre du printemps“ daher so roh klingt, weil es sich doch ganz offensichtlich um männliche Jungfrauen handeln muss. Was musikwissenschaflich noch nachzuprüfen wäre.

Und beim Umsteigen am Münchner Hauptbahnhof wurde ich von der Österreichischen Bundesbahn ganz musikalisch empfangen: mit den singenden Zügen, die mich ins Land von Wolfgang Amadeus Mozart zu den Salzburger Pfingstfestspielen bringen. So poetisch kann das Fahren mit der Bahn sein, einfach mal hier reinhören

Angedockt an Hamburgs Schulen

Der Frühling kommt, zusammen mit den vorbereitenden Schulworkshops zu „re-rite – Du bist das Orchester“ von der Elbphilharmonie Hamburg. Wie passend zu „Le sacre du printemps“ – das werden auch die Schüler/innen merken, denn ich werde mit ihnen inhaltlich zu diesem Werk arbeiten. Und ihnen die Innenwelt des Orchesters vermitteln, wie es nur jemand kann, der Teil eines solchen Klangkörpers ist. Und das werden sie auf sehr praktische Art und Weise sogar selbst werden, ganz unabhängig von Instrumenten und Umgebung. Wie das geht? Einfach mal mitmachen, bei den Familienworkshops am 25./26.05. unter der berühmtesten Baustelle Deutschlands. Das hat echten Einmaligkeitscharakter – so wie jeder Workshop. Einmalig spannend!

Du Opfer!

Hoch aktuell ist die Opfer-re-rite-FlyerThematik, sei es unter Schülern, gesamtgesellschaftlich oder bei den Salzburger Pfingstfestspielen. Das wurde mir erneut am vergangenen Wochenende klar. Eine handvoll Studierende des Mozarteums arbeiteten bei einem Coaching gemeinsam mit mir intensiv an Workshop-Konzepten. Die unterschiedlichsten musikvermittlerischen Ansätze zu „re-rite – Du bist das Orchester!“ kamen so zusammen. Die Dichte der Ideen im Probensaal des Große Festspielhauses wurde immer höher, so dass ich wiederum voll überzeugt bin: jeder Vollblut-Musiker kann mit der ihm eigenen Begeisterung als Täter viele musikalische Opfer finden.

Das werde auch ich wieder versuchen, bei den vorbereitenden Kindergarten- und Schulworkshops in Salzburg ab Mitte April.