Schlagwort-Archive: re-rite

Midas‘ movie

Midas Klemke, ein bereits erfolgreicher Jungfilmer aus Hamburg, hat im Mai „re-rite – Du bist das Orchester“ mit Mikro und Kamera begleitet. Dort hat er sich mit eigenen Augen und Ohren im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von diesem Multimedia-Projekt gemacht und sich hinterfragend mit zwei meiner Hamburger Kolleginnen und mir über Strawinskis Werk und dessen Aktualität auseinandergesetzt. Alles zu sehen hier in Midas‘ movie „Le sacre du printemps“

Advertisements

re-rite-family!

Am vergangenen Wochenende hatte ich die große Freude, zehn Familienworkshops in der Tiefgarage der Elbphilharmonie zu gestalten. Und mit Hilfe der engagierten großen und kleinen Teilnehmer haben wir auf laufende, rhythmisierende und klatschende Weise die recht kühle Temperatur im Workshopraum um mindestens ein oder zwei Grad angehoben.

Auch unsere Gast-Hörer, die StipendiatInnen der Körber Masterclass on Music Education, haben kräftig mitgemacht. Im Anschluss an die Workshops durfte ich zusammen mit ihnen während ihres Seminar-Wochenendes in einer illustren Runde, u.a. mit dem Intendanten der Elbphilharmonie Christoph Lieben-Seutter, die Möglichkeiten interaktiver Formen der Musikvermittlung diskutieren. Ein spannendes Wochenende, das live mit „Le sacre du printemps“ in der Laeiszhalle ausklang – und dem Wembley-Wermutstropfen am Bildschirm im Brahms-Foyer…

Aus der Orchestermühle

Angestaubt war das Orchester bei der Eröffnung von „re-rite – Du bist das Orchester!“ im Rahmen der Salzburger Pfingstfestspiele nur aus einem Grund: das Ausstellungsgebäude ist eine ehemalige Getreidemühle. Die Atmosphäre dieses besonderen Baus, einer von wenigen Industrieorten in dieser schönen Stadt, und seine Architektur haben etwas ganz besonderes aus dieser Multimediainstallation gemacht. Hier kommen die Bestandteile des Orchesters, die einzelnen Gruppen und Instrumente, sowohl im Gesamt- als auch im Einzelklang voll zur Geltung. Und wie bei einem guten (Vollkorn-)Mehl gehört eben jeder einzelne Bestandteil dazu.

Die Eröffnung war sozusagen der Höhe- und Abschlusspunkt meiner zwei Wochenin Salzburg, mit insgesamt 30 Workshops in Salzburger Kindergärten und Schulen mit über 500 Kindern und Jugendlichen. Von Dreijährigen an waren alle dabei, die das österreichische Bildungssystem zu bieten hat, darunter auch Gruppen mit Jugendlichen mit zugeschriebener geistiger Behinderung – Inklusion inklusive, sozusagen.

Mehr darüber zu lesen in einem Artikel von DrehPunkt Kultur

Von männlichen Jungfrauen und singenden Zügen

Nun bin ich das zweite Mal innerhalb einer Woche unterwegs in Sachen „re-rite“ und hatte genügend Zeit, die Workshops für die Elbphilharmonie Hamburg Revue passieren zu lassen. Ich muss sagen, bei meiner Arbeit an der Elbe habe ich mein Herz an die Hamburger Jungs verloren – die kamen auf solch wunderbare Gedanken. Wie zum Beispiel, dass der „Tanz der Jungfrauen“ aus „Le sacre du printemps“ daher so roh klingt, weil es sich doch ganz offensichtlich um männliche Jungfrauen handeln muss. Was musikwissenschaflich noch nachzuprüfen wäre.

Und beim Umsteigen am Münchner Hauptbahnhof wurde ich von der Österreichischen Bundesbahn ganz musikalisch empfangen: mit den singenden Zügen, die mich ins Land von Wolfgang Amadeus Mozart zu den Salzburger Pfingstfestspielen bringen. So poetisch kann das Fahren mit der Bahn sein, einfach mal hier reinhören

Angedockt an Hamburgs Schulen

Der Frühling kommt, zusammen mit den vorbereitenden Schulworkshops zu „re-rite – Du bist das Orchester“ von der Elbphilharmonie Hamburg. Wie passend zu „Le sacre du printemps“ – das werden auch die Schüler/innen merken, denn ich werde mit ihnen inhaltlich zu diesem Werk arbeiten. Und ihnen die Innenwelt des Orchesters vermitteln, wie es nur jemand kann, der Teil eines solchen Klangkörpers ist. Und das werden sie auf sehr praktische Art und Weise sogar selbst werden, ganz unabhängig von Instrumenten und Umgebung. Wie das geht? Einfach mal mitmachen, bei den Familienworkshops am 25./26.05. unter der berühmtesten Baustelle Deutschlands. Das hat echten Einmaligkeitscharakter – so wie jeder Workshop. Einmalig spannend!

Du Opfer!

Hoch aktuell ist die Opfer-re-rite-FlyerThematik, sei es unter Schülern, gesamtgesellschaftlich oder bei den Salzburger Pfingstfestspielen. Das wurde mir erneut am vergangenen Wochenende klar. Eine handvoll Studierende des Mozarteums arbeiteten bei einem Coaching gemeinsam mit mir intensiv an Workshop-Konzepten. Die unterschiedlichsten musikvermittlerischen Ansätze zu „re-rite – Du bist das Orchester!“ kamen so zusammen. Die Dichte der Ideen im Probensaal des Große Festspielhauses wurde immer höher, so dass ich wiederum voll überzeugt bin: jeder Vollblut-Musiker kann mit der ihm eigenen Begeisterung als Täter viele musikalische Opfer finden.

Das werde auch ich wieder versuchen, bei den vorbereitenden Kindergarten- und Schulworkshops in Salzburg ab Mitte April.

Die Salzburger Kulisse

re-rite-Flyer Das Salzburger Festspielhaus hatte ich bisher nur als aktive Musikerin kennengelernt: bei den Salzburger        Festspielen im Sommer 2002 im SWR-Radiosinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg mit Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ und einige Jahre später mit den Dortmunder Philharmonikern. Schon damals eine einzigartige Kulisse, das große Festspielhaus mit seiner riesigen Bühne, ein engagiertes Publikum, das seinen Ärger oder seine Begeisterung über die neutönende Musik Lachenmanns lauthals kundgetan hat.

Am 27. Februar war ich in neuer Funktion an ganz anderer Stelle im Festspielhaus: in der sogenannten    „Kulisse“, ein wunderbares Foyer mit großen Glasfronten und Blick über die Salzburger Altstadt mit Burg im Hintergrund – grandios. Ein inspirierender Ort, um mein Workshop-Konzept zu „re-rite – Du bist das Orchester“ vor zahlreichen interessierten Erzieher/innen und Lehrer/innen aus dem Salzburger Umland vorzustellen. Und anschließend gab es beim angeregten Austausch „Würschtel“ und Wein, ein ganz neues kulinarisches Erlebnis. Dies ist dann zu vertiefen, bei meinem Aufenthalt rund um die Workshops von Ende April bis Mitte Mai in Salzburg. Servus in Salzburg!